Kawasaki H2SX - der schnellste Sporttourer

      Kawasaki H2SX - der schnellste Sporttourer

      Sicherlich für machen ein reizvolles Möppi! Trotz Seitenkoffer keine Tempobeschränkung, da können sich einige Hersteller eine Scheibe abschneiden :111:

      12.02.2018
      299 km/h mit KompressormotorKawasaki H2SX - Tiefflieger aus Fernost


      Die Kawasaki H2SX ist ein fahrender Superlativ.

      Der Anspruch, "der schnellste Sporttourer auf der Autobahn" zu sein kommt nicht von ungefähr.
      Dank Kompressormotor und 210 PS ist die Kawasaki H2SX in ihrer Klasse ein echtes Superlativ.
      Allerdings gelten auch hier die Grenzen der Physik.

      Projektleiter Hiroyuki Watanabe bringt das Entwicklungsziel der neuen Kawasaki H2SX mit einem Satz auf den Punkt: "Sie sollte der schnellste Sporttourer
      auf der Autobahn werden." Der erste Fahreindruck dieses japanischen Ausnahmemotorrads lässt erwarten, dass dieses Ziel erreicht worden ist: Die als
      weltweit einziges zweisitziges Serienmotorrad von einem Kompressor aufgeladene H2SX beschleunigt, dass selbst erfahrenen Piloten Hören und Sehen
      vergeht. Nur die freiwillige Mäßigung aller Motorradhersteller verhindert es, dass die H2SX eine höhere Spitzengeschwindigkeit als 299 km/h erreicht.
      Dabei dürfen laut Kawasaki sogar die optionalen Kunststoff-Seitenkoffer montiert sein. Denn die absolute Fahrstabilität des Tieffliegers sei jederzeit
      gewährleistet, versprechen die Japaner. Deshalb gibt es auch "keine Empfehlung, sich mit Koffern auf ein bestimmtes Tempo zu beschränken."

      Auch einem nicht allzugroßen Sozius bietet die Kawasaki H2SX ausreichend Platz.
      Zum Beweis der Leistungsfähigkeit der Maschine hat Kawasaki für die ersten Testfahrten ein spezielles Programm vorbereitet. Neben einer
      ausgedehnten Landstraßentour stehen Beschleunigungstests abseits des öffentlichen Verkehrs auf der Start-Ziel-Geraden der Rennstrecke im
      portugisischen Estoril auf dem Programm. Es geht nicht ums Runden fahren, sondern um das gefahrlose Ausloten des ungeheuerlichen
      Beschleunigungsvermögens dieses 210 PS starken und samt Serien-Hauptständer 260 Kilogramm schweren Boliden. Er bietet auch einer 1,70-Meter-
      Sozia einen annehmbaren Platz, dazu können, wie erwähnt, sehr einfach zwei gut bedienbare Seitenkoffer montiert werden. Offen muss bleiben,
      was eine Sozia davon wohl halten mag.
      270 km/h nach 700 Metern

      Es handelt sich nämlich – man muss es wiederholen – bei der H2SX nicht um ein Racebike, sondern um einen Sporttourer. Beim Katapultstart mit
      stehendem Start erreichen die versiertesten Fahrer fast 270 km/h, bevor sie am Ende von Start-Ziel voll in die Eisen müssen, um nicht horizontal
      im Kiesbett zu enden. Im Normalfall erreicht ein Pilot auf den nutzbaren 700 Metern der Geraden etwa 230 Sachen, bevor er die Vorzüge der brachial
      zubeißenden Bremse ausnutzen muss.


      Die Beschleunigungswerte der Kawasaki H2SX lassen auch erfahrene Piloten blass werden.

      Bei der Kawasaki H2SX handelt es sich um einen fahrenden Superlativ. Sie beschleunigt insbesondere mit der automatisierten Launch Control
      (elektronische Drosselung der Motorleistung beim Anfahren und Kontrolle des aufsteigenden Vorderrads) in unfassbarer Manier, bremst wie der Teufel
      und blockiert auch in Schräglage nicht, bleibt bei jedem gefahrenen Tempo stabil wie ein Baumstamm und bietet dabei einen unerwartet hohen Fahrkomfort.

      Die USD-Gabel wie auch das Zentralfederbein bieten feines Ansprechvermögen und kapitulieren nur vor den allerbösesten der zigtausend bösen
      Fahrbahnschikanen portugiesischer Landstraßen. Freilich hätte ein semiaktiv arbeitendes Fahrwerkssystem noch besser zu dieser in so vielen Details
      extrem aufwendig gemachten technischen Speerspitze gepasst, doch Herr Watanabe beteuert, dafür sei es noch zu früh: "Erst muss unser semiaktives
      System im Superbike ZX-10 RR seine überzeugende Wirksamkeit rundum unter Beweis gestellt haben, dann ist eine Adaption an die H2SX möglich."


      Die Kawasaki H2SX ist das weltweilt einzige zweisitzige Motorrad mit Kompressormotor.

      Gegen die Physik hilft nichts

      Wer mit der H2SX auf der Landstraße zügig unterwegs ist – mit großer Sicherheit wird solches Tun nur von einer extremen Minderheit der Motorradfahrer
      als vergnüglich empfunden –, wird oft ein durchdringendes Pfeifen hören: Es signalisiert Auf- und Abbau des Ladedrucks im mechanisch aufgeladenen
      Reihen-Vierzylinder. Die Fahrbarkeit des Kompressormotors ist in Zusammenhang mit der Traktionskontrolle untadelig. Ein Problem werden lediglich jene
      haben, die auf zu kurzen Geraden zu viel Speed aufgebaut haben und dies erst unmittelbar vor der folgenden Kurve realisieren. Dann bewahren weder
      Kawasakis erstes Kurvenlicht noch das Schräglagen-ABS noch ein letztes kurzes Gebet vor den harten Auswirkungen angewandter Physik.

      Ein Wort noch zum "Baumstamm": Einerseits ist die Ultra-Kawa im Highspeed-Bereich absolut stabil, doch dies kostet zwangsläufig ein Stück Agilität.
      Harmonisch geschwungene Bergstraßen wie die über den Großglockner oder über die Bernina dürften durchaus freudvoll zu fahren sein, während man vom
      Stilfser Joch oder dem Hahntennjoch in Tirol wohl besser die Finger lässt. Dafür ist weder die Standardversion ideal (2018 sind für Deutschland 40 davon à
      18.995 Euro vorgesehen) noch die weitaus edler wirkende und besser ausgestattete SE-Version zu 21.995 Euro; von dieser sind heuer 255 Stück im Angebot.

      Als erste Kawasaki kommt die H2SX in der SE-Version mit einem klar gegliederten, farbigen und deshalb gut ablesbaren TFT-Display. Dringend empfohlen sei
      zudem das Lesen des Fahrer-Handbuchs, um die elf Bedienknöpfe am linken Lenkersatelliten punktgenau zu treffen und die gefühlt unendlich vielen Einstell-
      möglichkeiten im Bordcomputer-Menü (Traktionskontrolle, Launch Control, Tagfahrlicht, Quickshifter, und, und, und…) aufstöbern zu können. Nicht finden
      wird der Connectivity-Fan eine Möglichkeit zur Einbindung seines Smartphones. "Das passt nun wirklich nicht zum Anspruch, der Schnellste auf der Autobahn
      zu sein", meint Herr Watanabe trocken. Wo er Recht hat, hat er Recht. Wir ziehen den Hut vor ihm, auch wenn die Entwicklung einer automatischen Blinkerrück-
      stellung im Hause Kawasaki unverständlicherweise noch immer aussteht und auch kein klitzekleines Ablagefächlein für Kleinigkeiten wie eine Mautkarte im
      Cockpit sowie kein schickes Keyless-System zu finden ist, wie es viele 5000 Euro-Scooter aus Fernost längst an Bord haben.

      Quelle: n-tv.de , hpr/sp-x



      Gruß Chris der Freckle

      Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben ein bisschen Spiel :111:
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      frecklechris schrieb:

      Sicherlich für machen ein reizvolles Möppi! Trotz Seitenkoffer keine Tempobeschränkung, da können sich einige Hersteller eine Scheibe abschneiden :111:

      Die Frage ist halt warum sollten sie, nutzbar ist das ja mehr oder weniger nur in Deutschland und selbst da ist die Frage wer fährt schon länger über 200km/h über die Autobahn
      Zu dem Thema sag ich besser nichts, zum einen muss man sich das Unfallmotorrad mal ansehen dann hat sich das Thema eigentlich schon erledigt und dann hab ich mit Menschen die zu doof sind zu lesen auch kein Midleid.
      Am Ende bleibt das ein rein Deutsches Problem

      Viking schrieb:

      Zu dem Thema sag ich besser nichts, zum einen muss man sich das Unfallmotorrad mal ansehen dann hat sich das Thema eigentlich schon erledigt und dann hab ich mit Menschen die zu doof sind zu lesen auch kein Midleid.
      Am Ende bleibt das ein rein Deutsches…


      Wäre ja doch interessant mehr darüber zu erfahren! Moniert ist immer schnell, aber informative Fakten sind auch gut :111:
      Gruß Chris der Freckle

      Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben ein bisschen Spiel :111:
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