VW zieht Verkauf von Ducati zurück

      VW zieht Verkauf von Ducati zurück

      2.10.2017, 10:00 Uhr

      Der Wolfsburger Konzern gibt dem Druck der Belegschaft im italienischen Ducati-Werk
      nach und gibt vorläufig seine Verkaufsabsichten des Motorradherstellers auf.

      hdt. Wie Bloomberg von einem italienische Gewerkschaftsführer erfahren haben will,
      ist der geplante Verkauf der Motorradmarke Ducati durch seinen aktuellen Eigner
      Volkswagen vorläufig vom Tisch. Der Druck der Gewerkschaften sei zu gross gewesen.

      Ende September teilte der Ducati-Chef der Belegschaft mit, dass sich der VW-Aufsichtsrat
      dazu entschlossen habe, den Verkaufsprozess zu stoppen, wie Bruno Papignani, Leiter der
      egionalen Zweigstelle der Gewerkschaft FIOM CIGL in einem Telefoninterview gegenüber
      Bloomberg mitteilte. Dabei soll die IG Metall den Ducati-Mitarbeitenden bei ihren Bemühungen
      beigestanden haben, im VW-Konzern zu verbleiben und von weiteren Investitionen der
      Wolfsburger zu profitieren.

      olkswagen hatte einen Ducati-Verkauf im Rahmen einer 2016 durchgeführten Begutachtung
      seiner Beteiligungen in Erwägung gezogen. Dabei ging es um die Definition der Kernkompetenzen,
      zu denen die Herstellung von Motorrädern nicht zu gehören schien. VW-Tochter Audi ist der
      eigentliche Ducati-Eigner.

      Laut Bloomberg hätte der Verkauf von Ducati bis zu 1,5 Milliarden Euro in die VW-Kassen
      gespült – ein willkommener Beitrag zur Bewältigung der Dieselthematik, die nach neusten
      Berechnungen weitere 2,5 Milliarden Euro kosten soll, was die Summe aller Belastungen aufgrund
      des Skandals auf mehr als 25 Milliarden Euro treibt.

      Im Juli hatte Ducati fünf kaufwillige Unternehmen – darunter die Benetton-Familie und der
      frühere Ducati-Eigner Investindustrial – ausgesucht, die ihre konkreten Kaufangebote bis Oktober
      hätten übermitteln sollen, wie es bei Bloomberg heisst. Investindustrial hatte die Motorrad-
      Traditionsmarke 2012 für rund 860 Millionen Euro an Audi verkauft.

      Es bleibt auch nach dem Rückzug bei VW die Frage nach der Sinnhaftigkeit, an Ducati festzuhalten.
      Synergien im Bereich der Teilefertigung gibt es zwischen dem Töffhersteller und den anderen
      Konzernmarken kaum.


      Quelle: Neue Zürcher Zeitung AG
      Gruß Chris der Freckle

      Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben ein bisschen Spiel :111:
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      Hallo,

      macht Euch nichts vor, VW hört auf Keinen,
      auf keine Gewerkschaft und auf keine Regierung...

      Wenn Du so groß bist und überall Deine Fäden ziehst, kannst Du dein Ding durchziehen.

      VW braucht Ducati und andere Beteiligungsfirmen nicht verkaufen, die machen zur Zeit Megagewinne.
      Ist ja auch kein Problem, die können die Kosten vom Dieselgate ja steuerlich absetzen!

      #Zitat aus dem Konzern: "Jeder, der die Halbjahreszahlen des Volkswagen-Konzerns lesen kann, sollte wissen:
      Wir brauchen kein Geld, und unsere Töchter sind deshalb auch nicht für Schnäppchenjäger zu haben",
      sagte ein Sprecher des Konzernbetriebsrates am Samstagabend der Nachrichtenagentur Reuters. "Ein Verkauf wird nicht stattfinden."


      manager-magazin.de/unternehmen…fsichtsrat-a-1160518.html
      Gruß Tommaso secondo
      Der Kurvenjäger, Cacciatore dei Tornanti